VTN-Vorteil:

Aufkohlen

1. Das Verfahren
Das Aufkohlen zählt zu den thermochemischen Verfahren. Im Rahmen dieses Verfahrens wird die Randschicht von Bauteilen und Werkzeugen mit einem Kohlenstoff abgebenden Medium aufgekohlt. Nach dem Aufkohlen kann eine mechanische Zwischenbearbeitung erfolgen, bei der z.B. aufgekohlte Bereiche abgearbeitet werden. In der Regel erfolgt nach der Zwischenbearbeitung eine Härtung.

2. Geeignete Werkstoffe
Geeignet sind typische Einsatzstähle, also Stähle mit verhältnismäßig niedrigem Kohlenstoffgehalt. Einsatzhärtestähle liegen im Kohlenstoffgehalt unter dem der Vergütungsstähle, also unter 0,25%.

3. Kundenangaben zur Wärmebehandlung
Zur Durchführung des Einsatzhärtens werden folgende Angaben benötigt:

  • Werkstoffbezeichnung
  • Aufkohltiefe mit Grenzstoffkohlengehalt (in der Regel At0,35)
  • Ggf. Isoliervorschrift (z.B. Werkstückzeichnung mit Angabe der Stellen, die nicht aufgekohlt werden sollen)